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Haltung leben

„Integration ab Tag 1“: Der Fonds Soziales Wien (FSW) sorgt mit seinen Förderungen dafür, dass Asylwerberinnen und -werber in unserer Stadt unter menschenwürdigen Bedingungen leben können und eine Perspektive erhalten.

Mit den „Qualitätsleitlinien Wiener Flüchtlingshilfe“ hat der FSW 2018 erstmalig gemeinsam mit den Trägerorganisationen im Rahmen des Dachverbandes der Wiener Sozialeinrichtungen einheitliche Kriterien veröffentlicht, die weit über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinausgehen.

Hohe Qualität bei Unterbringung und Beratung


So geht es beispielsweise beim Thema Wohnen nicht nur um Mindeststandards, wie z. B. eine bestimmte Quadratmeteranzahl pro Bewohnerin bzw. Bewohner. Die Organisationen der Flüchtlingshilfe haben sich vielmehr auf die qualitätsvolle Erbringung von Leistungen geeinigt, z. B. bei der sozialarbeiterischen Betreuung zur Alltagsbewältigung vor Ort.

Auch in der Beratungsarbeit setzt sich die Wiener Flüchtlingshilfe freiwillig hohe Standards. So sehen die Qualitätsleitlinien unter anderem barrierefreie Beratungsarbeit vor. Sollte eine Beratungsstelle nicht barrierefrei zugänglich sein, machen die SozialberaterInnen das Gespräch mit ihren Kundinnen und Kunden an einem alternativen geeigneten Ort möglich.

Zielgruppenspezifische und bedarfsgerechte Angebote


2018 war die Zahl der geflüchteten Menschen in Österreich weiter rückläufig. Das hatte zur Folge, dass der FSW Fördermittel gekürzt hat und Quartiere geschlossen wurden. Neue Themen, wie die Nachnutzung von Gebäuden und die passende Unterbringung der verbleibenden Bewohnerinnen und Bewohner aufgelassener Quartiere, rückten in den Vordergrund.

Renate Schober (Bild: FSW)

„Der Fokus in der Wiener Flüchtlingshilfe liegt auf zielgruppenspezifischen Leistungen – sei es beim Wohnen, in der Beratung oder bei Bildungsangeboten.“

Renate Schober

Leiterin Wiener Flüchtlingshilfe

„Anstelle von Großquartieren, wie sie zur Zeit der großen Flüchtlingsbewegung 2015 benötigt wurden, liegt der Fokus jetzt auf zielgruppenspezifischen Angeboten“, erläutert Renate Schober, Leiterin der Wiener Flüchtlingshilfe. Das gilt auch für die Beratungsstellen der Flüchtlingshilfe, die 2018 in die Objektförderlogik des FSW übernommen wurden. „Queer Base“ beispielsweise bietet Beratung für geflüchtete LGBTIQ-Personen (Lesbisch Schwul Bi Trans* Inter* Queer-Personen) und kooperiert mit dem Aids-Hilfe-Haus.

Beratungsstelle "Queer Base" (Bild: FSW/Romesh Phoenix)

Die vom FSW geförderte Beratungseinrichtung „Queer-Base“ ist Anlaufstelle für geflüchtete LGBTIQ-Personen in Wien.

Nachhaltige Bildungsmaßnahmen

Wie gut geförderte Bildungsangebote in der Flüchtlingshilfe wirken, zeigte sich 2018 u.a. daran, dass erstmals Deutschkurse auf dem Niveau B2 und C1 vermittelt wurden. Generell bleibt das Spektrum der Bildungsangebote bedarfsgerecht und ist daher breit gefächert – vom medizinischen Deutschkurs für Ärztinnen und Ärzte über das Jugendcollege bis hin zur Erstalphabetisierung.

Kund Innene Pub 01

5.300

Plätze

standen 2018 in der Grundversorgung zur Verfügung.

Euro 01

5,3 Mio

Euro

betrug das Fördervolumen für Bildungsmaßnahmen.

Beratungsgespraech 01

16

Beratungsstellen

waren 2018 für Menschen in der Grundversorgung da.